Versorgung mit zweiteiligen Keramikimplantaten – Ein Case-Report

In der Ausgabe 4-2021 des Implantologie Journal ist ISMI-Mitglied Dr. Gernot Obermair mit einem Fachbeitrag zum Thema „Versorgung mit zweiteiligen Keramikimplantaten – Ein Case-Report“ vertreten.

In den Anfängen der Implantologie lag ein starker Fokus auf der Osseointegration, um sicherzustellen, dass die Implantate lange im Knochen bleiben. In den letzten Jahren hat sich der Fokus auf die Weichgewebsintegration und verschiedene prothetische Komponenten verlagert, um langfristige ästhetische Ergebnisse mit gesundem Zahnfleisch und stabilem Gewebeniveau zu realisieren. Allerdings haben die zunehmende Komplexität der Lösungen und das Phänomen der Periimplantitis viele Herausforderungen, die den langfristigen Erfolg gefährden können, an die
aktuellen Systeme gestellt.

Die Oberfläche des im folgenden Fallbeispiel eingesetzten Implantatsystems (Patent™, Zircon Medical) ist patentiert und besitzt eine ausgeprägte Oberflächenrauheit, das verklebte Sekundärteil verhindert einen Mikrospalt, der Hightech-Glasfaserstift bietet eine angemessene Haltefunktion und Lastverteilung für die Suprakonstruktion. Das System verfügt zudem über klinischen
Langzeitdaten.1 Des Weiteren berichten Studien zu Keramikimplantaten von Überlebensraten, die mit denen von Titanimplantaten vergleichbar sind – von stabilen marginalen Knochenniveaus und einer Weichgewebsintegration, die der von Titanimplantaten überlegen zu sein scheint.2, 3 Mit diesen Eigenschaften stellt das Implantatsystem eine vollständige Biointegration sicher.

Ausgangssituation

Ein 59-jähriger männlicher Patient mit teilweiser Zahnlosigkeit wünschte sich die Versorgung mit Zahnimplantaten. Die Zähne wurden ein Jahr vor der Implantation aufgrund von Parodontitis gezogen. Die Implantate waren in den Zahnregionen 15, 24, 25, 26 und 36 geplant. Die Knochenqualität war D3 in Zahnregion 24–26 sowie D2/D3 in Zahnregion 15 und 36. Die Implantatauswahl ist in Tabelle 1 dargestellt.

Vorbehandlung

Die Zähne wurden extrahiert und eine …

[…]

Den vollständigen Artikel lesen Sie im Implantologie Journal.

Foto Teaserbild: Dr. Gernot Obermair

Neueste Beiträge