Vitamin D als Schlüsselelement für Immunabwehr und Regeneration

In der Ausgabe 9-2020 des Implantologie Journal sind Dr. Sarah Al-Maawi, Dr. Karl Ulrich Volz und Prof. Dr. Dr. Dr. Shahram Ghanaati mit einem Fachbeitrag zum Thema „Vitamin D als Schlüsselelement für Immunabwehr und Regeneration“ vertreten.

Welche Evidenz gibt es für die Supplementierung?

Ein gesundes Immunsystem bildet die Grundlage für einen gesunden Allgemeinzustand und eine gute Immunabwehr. Individuelle Gewohnheiten, Ernährung und die Umwelt beeinflussen nachweislich unsere Gesundheit.1 Insbesondere eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist der Schlüsselfaktor für die Gesundheit des Körpers. Unausgewogene Ernährung kann schwere Folgen für das Immunsystem haben und damit das Risiko der chronischen Erkrankungen steigern.1

Im letzten Jahrzehnt ist die Prävalenz der chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Übergewichtigkeit (Adipositas) sowie Herz- und Gefäßerkrankungen in unterschiedlichen Ländern stark gestiegen. Wichtige Gründe dafür sind die Umwelt und die Lebensgewohnheiten der Gesellschaft, insbesondere in den Industrieländern.2 Die Rolle der Nahrungsbestandteile und insbesondere der Vitamine hat in unterschiedlichen Bereichen vermehrt an Bedeutung gewonnen. Kurz nach seiner Entdeckung im Jahr 1922 erhielt Adolf Windhaus im Jahr 1924 den Nobelpreis für Chemie für seine Arbeit über die Korrelation zwischen Sterolen und Vitaminen. Dieses Ereignis steigerte das Interesse der Forschung an Vitamin D.3

Vitamin D kann auf einer physiologischen Weise im Körper hergestellt werden. Dabei sind Sonnenstrahlen für diese endogene Synthese unverzichtbar. Die endogene Synthese findet primär in der Haut statt, wo 7-Dehydrocholesterol durch die UVB-Sonnenstrahlung in Cholecalciferol (Vitamin D3) umgewandelt wird. Um seine biologisch aktive Form zu erreichen, durchläuft Cholecalciferol weitere Umwandlungsschritte in der Leber (Calcidiol) und in der Niere (Calcitriol). Letzteres ist die biologisch aktive Form des Vitamin D und fungiert als Transkriptionsfaktor. Nach seiner Bindung an den Vitamin-DRezeptor reguliert Calcitriol die Expression unterschiedlicher Proteine in der Zelle. Die physiologische Wirkungsweise des Calcitriol gleicht also der eines Hormons und nicht der eines Vitamins. Deshalb ist Vitamin D als Vorstufe von Calcitriol eher als ein Prohormon zu betrachten (Abb. 1).4,5

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Den vollständigen Artikel lesen Sie im Implantologie Journal.

Foto Teaserbild: irissca – stock.adobe.com

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